Hormonell bedingte Migräne

Jeden Monat, häufig am gleichen Tag und beinahe zur gleichen Tageszeit senken sich Heißhunger, Muskelschmerzen und starke Müdigkeit wie eine schwere Decke über die Betroffenen - Vorboten einer hormonell bedingten Migräne.

Dass Frauen bis zu dreimal häufiger von Migräne betroffen sind als Männer hängt wahrscheinlich mit den Hormonschwankungen im Rahmen der einsetzenden Regelblutung aber auch im Verlauf des Zyklus zusammen. 50% bis 60% der Migränikerinnen leiden dabei an einer so genannten menstruationsassoziierten Migräne. Diese kann an bestimmten Tagen vor, während und nach der Periodenblutung auftreten.

Im Vergleich zur „normalen" Migräne ist die menstruationsassoziierte Migräne schlechter therapierbar: die Wahrscheinlichkeit, dass die Kopfschmerzen einige Stunden nach Einnahme von Schmerzmitteln wiederkehren, ist größer. So können die Kopfschmerzen nach anfänglichem Abflachen mit voller Wucht zurückkommen. Daher verlaufen die Anfälle auch kräftezehrender.

Etwa 7% der Migränikerinnen sind von der menstruellen Migräne betroffen, die ausschließlich um den Zeitpunkt der Menstruation auftritt.